Mittwoch, 23. April 2008

Herausgerochen

Mittlerweile hat nessy nicht nur das Büro verlassen, sondern die Firma. Sehr, sehr schade! Heute, in einem nessy-Gedenkgespräch mit Kollegin S., erinnerte ich mich wieder an leckeres Selbstgekochtes, das nessy sich einst mit ins Büro brachte - und an meinen unschlagbaren Geruchssinn, mit dem ich zielsicher jede einzelne Zutat auszumachen vermochte ...

Harry: "Mhm, nessy, das riecht ja lecker! Asiatisch, was?! Moment, nix sagen! Ich riech's: Curry-Ente mit Reis!"
nessy: "Nein, Bratwurst mit Pürree und Sauerkraut!"

Ja, so war das. Die nessy, die konnte schon immer so gut kochen, wie ich offenbar seit jeher leicht verschnupft bin!

Sonntag, 20. April 2008

Lois Lane

Beim Einschalten des Fernsehgeräts bin ich heute direkt in einer durchaus bemerkenswerten Filmszene gelandet.

Superman II. Lois Lane blickt Clark Kent in die Augen, als der einen Moment lang mal nicht seine dicke Glasbausteinbrille trägt, und erkennt in ihm den Superman, den sie so liebt wie er sie umgekehrt ja auch.

Früher habe ich mir bloß die Frage gestellt, warum Lois Lane das nicht von vornherein bemerkt, dass Clark Kent und Superman ein und dieselbe Person sind. Es ist doch wirklich nur die Brille, die den "Unterschied" macht. Na ja, natürlich ist Clark auch noch etwas tolpatschig. Aber sonst?!? Das muss Frau doch merken! Anders als meinetwegen Batman oder Spiderman steckt Superman ja nicht mal in einem geheimnisvollen Ganzkörperanzug oder trägt eine Maske.

Unerklärlich, blöd und (Comic hin oder her) geradezu hanebüchen!

Mittlerweile bin ich ein paar Jahre älter und um einige Begegnungen mit den Mädels dieser Welt erfahrener und kenne die Antwort: Es gibt jede Menge weibliche Qualitäten, die uns Männern so gänzlich abgehen mögen, bisweilen sind Frauen aber einfach nicht in der Lage, das Offensichtliche zu sehen! Das eigentlich Erstaunliche ist nämlich gar nicht, dass Lois Lane in Clark Kent erst so spät den Superman erkennt. Bemerkenswert (im positiven Sinne!) ist vielmehr die Tatsache, dass sie ihn im besagten Moment überhaupt erkennt. (Unter'm Strich kann man sagen: Schwein gehabt, Clark! Das hätte auch anders kommen können!)

Zu dieser (zugegebermaßen etwas pauschalen) Behauptung gegenüber der Frauenwelt lasse ich mich jetzt mal so hinreißen, da ich eigentlich ja etwas darüber hatte schreiben wollen, wie schwierig es bisweilen schon sein kann, Frau seiner Zuneigung zu vergewissern bzw. sie überhaupt erst einmal auf diese aufmerksam zu machen. Und welche merk- und denkwürdigen Körbe ich mir dabei mit der Zeit schon so abgeholt habe. Weil Mann da auch so verdammt viel verkehrt machen kann, das aber gar nicht immer an ihm (allein) liegen muss.

Darüber grübelte ich aktuell. Tja, hätte ich mal die Finger von der Fernbedienung gelassen. Nun muss ich das eventuell ein anderes Mal schreiben. Aber die Szene war zu verlockend, um sie nicht mal rasch als Feststellung an die anspruchsvolle Frau von Heute weiterzugebem, wie wenig einen Clark Kent letztendlich nur vom Traumtypen trennen kann ...

Samstag, 19. April 2008

Ein neuer Nachbar

Familie Nashorn ist ja schon einige Zeit lang raus aus der Wohnung direkt über mir. Zum Glück. Danach haben schon ein paar andere Mieter dort gewohnt, zuletzt stand die Wohnung leer.

Heute ist ein neuer Nachbar eingezogen. In einem plötzlichen Anflug von Hilfsbereitschaft bot ich an, beim Schleppen der zahlreichen Kisten, Taschen und Möbelstücke mitanzupacken. Würde mich schließlich auch freuen, wenn ich irgendwo ganz neu bin und dort gleich freundlichen Mitmenschen begegne.

Was der Nachbar nicht erwähnt hatte, ist der Umstand, dass er offenbar eine große Sammlung von Backsteinen in Kisten aus Norddeutschland hierher ins Ruhrgebiet transportiert hat. Dies gepaart mit der Tatsache, dass der von mir bislang angenommene Grad meiner körperlichen Fitness sehr euphemistisch ausgedrückt nicht mehr ganz kongruent ist mit dem tatsächlichen, hat gerade entgegen aller bisherigen Überlegungen zur Gestaltung des heutigen Tages zu der Überzeugung gereicht, dass dieser (seiner Jugend zum Trotz: aktuell ist es 14.25 Uhr, da könnte ja schon noch manches gehen) besonders dann als guter Tag ausklingen und mir eben so in Erinnerung bleiben wird, wenn er sich im Weiteren möglichst anstrengungs- und bewegungsarm gestaltet.

Donnerstag, 17. April 2008

Desaster-Jahrestag

Am Montag ist es soweit: Mein (schach-)sportliches Desaster jährt sich. Selbes Turnier. Neue Chance. Wir werden sehen ...

Dienstag, 15. April 2008

Jesus

Bis gerade eben mit einem Freund beim Jugoslawen gesessen. Lecker gegessen und getrunken. Dann aber vertrieben worden. Von Jesus. Vielmehr vom Wirt, der gesanglichen Lobpreis von Gottes Sohn benutzte, um sich der Gäste mit besonders viel Sitzfleisch zu entledigen. Als es dem Gastgeber nämlich zu spät wurde, gab es statt Dido und James Blunt gar Christliches auf die Ohren:

"Jesus, Du bist die Hoffnung,
Jesus, Du bist das Licht ..."

Okay. Nichts gegen Jesus jetzt. Klasse Typ und so. Aber das war uns Zeichen genug, zu zahlen und zu gehen ...

Dienstag, 8. April 2008

Warum?

Knut, Flocke, Flocke, Knut ... Mann, das nervt! Wo ist da eigentlich der Unterschied? Sehen die nicht beide total gleich süß aus? Warum werden bei Flocke im Zoo jetzt 250.000 Besucher pro Sekunde erwartet? Warum muss man die dieser Tage überall sehen? Warum kommen die in den Nachrichten direkt nach Bush und Merkel? (Oder je nach Sender davor oder dazwischen?) Warum nur?

Samstag, 29. März 2008

Wetterkarte über alles

Nein, nein: Nicht bei mir! Wenn ich wissen will, wie das Wetter ist, gucke oder gehe ich kurz raus. Mein Papa ist da anders. Der schaut im Fernsehen und Videotext immer die Wetterkarte. Und "immer" meint gleichermaßen "immer" und "wieder und wieder". Es könnte ja schließlich gleich anders sein als jetzt, das Wetter, und andere Prognosen geben, und bei RTL könnten sie theoretisch auch ein anderes Wetter ansagen als bei der ARD, im ZDF, im WDR oder bei Pro7 ...

Gut, weil meine Rausguck-Taktik insbesondere im Prognose-Bereich gewisse Schwächen hat, bin ich da bisweilen natürlich nicht so ganz im Bilde und also nicht immer in wettertauglicher Gewandung unterwegs. Meint in der Tat so Späße wie "plötzlich mit T-Shirt im Regen stehen" oder "mit dickem Pulli, Schal und Anorak im strahlenden Sonnenschein". Derweil ich so schreibe, merke ich gerade, dass der letzte Satz in einer Zeit, in der es an Ostern schneit und gefriert, gar nicht recht trägt zur Veranschaulichung bekleidungstechnischer Fehlleistungen meinerseits. Darum möge sich an dieser Stelle insbesondere der junge Leser vor Augen halten, dass ich schon alt bin. Ich bin sowohl im vergangenen Jahrtausend geboren als auch habe ich im vergangenen Jahrhundert bereits geraume Zeit gelebt und damit also noch in der unbeschwerten Zeit vor dem großen Klimawandel, in dem die Welt nun so überraschend steckt und den und dessen verheerende Konsequenzen das Fernsehen als das Massenmedium schlechthin aktuell sicher nur deshalb wieder etwas aus den Augen verloren hat, weil man momentan nun mal deutlich dringender über übergroße Schnitzel und Würste und Burger XXL berichten muss und darüber, dass Pastinacken und Spitzkohl aber auch sehr lecker zubereitet werden können und überdies die wesentlich gesündere und nahrhaftere Option darstellen - so sagen es uns Spitzenköche, wohin man auch zappt im TV, und kochen es uns direkt vor. Viva gutes Essen (und lange Sätze)!

Was ich eigentlich nur sagen wollte: Meins ist das halt nicht mit der Wetterkartenobsession. Der werte Herr Papa hat daheim indes neuerdings sogar einen Digital-TV-Receiver. Noch mehr Programme. Für den totalen Vorhersagespaß. Kachelmann und alle Frösche lassen grüßen, und: Arme Frau Mama ...

Freitag, 28. März 2008

Them!

Hier noch ein guter Rat, der mich soeben bewegt hat. WDR. "Planet Wissen". Es geht um Ameisen. Im Zusammenhang mit den bis zu mehrere Millionen Tiere geoßen Treiberameisenkolonien wird gesagt, dass diese in Nullkommanix ein Rind oder einen Menschen bis auf die Knochen "abnagen" können. Die Warnung: "Also nicht beim Sonnenbaden einschlafen oder das Baby unbeobachtet im Freien liegen lassen!" Für meinen nächsten Afrikaurlaub werde ich mir das natürlich unbedingt merken.

Fairerweise sei dazu gesagt, dass Moderatoren und Ameisenexpertin gelacht haben. Bei RTL oder Pro7 würde so ein Thema sicher ganz anders behandelt. Leicht boulevardesker. Dort würde man wohl vielmehr einen von Sonja Zietlow oder Sonya Kraus moderierten Countdown der zehn größten, von heranmarschierenden Treiberameisenkolonien ausgehenden Gefahren draus machen (und lauter GZSZ- und Comedystars kämen ins Bild geschwebt und würden erzählen, wo auch sie schon mal einer bösartigen Ameise begegnet sind).

Nein: Schöne Sendung, WDR! Einmal mehr! Wie das WDR-Programm in Fernsehen und Radio alles in allem überhaupt ein sehr gutes ist!

(Wow, und ein Moderatorenkalauer gleich auch noch: "Ohne Pilz könnte die Ameise nicht überleben! Das geht mir abends beim Fußballgucken auch so!")

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So, da ist sie nun, die Antwort, die belegt, dass sogar...
magic.hb - 25. Apr, 20:29
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"Clark Kent ist nett, also ein Langweiler." Vordergründi g....
magic.hb - 22. Apr, 21:03
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summerfriend - 22. Apr, 09:44

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Zuletzt aktualisiert: 27. Apr, 14:56

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