30 Tage Lehrer
TV zum Zweiten. Dieses Mal aus der Sparte: Sendungen über Menschen mit extremen (Selbst-)Wahrnehmungsstörungen ...
Soeben "Das Experiment - 30 Tage Lehrer an einer Hauptschule" gesehen (RTL II). Fremdschämen (für Herrn Dittmann, s. unten) pur!
Ich muss mal die RTL-II-Seite zitieren:
"[...] Ziel der Reportage ist es, das vieldiskutierte Thema „Hauptschule“ von einem ganz neuen, höchst authentischen Blickwinkel aus zu zeigen.
Das Experiment beginnt: Der 57-jährige Titus Dittmann wird als Lehrer auf Zeit die 8. Klasse einer Karlsruher Hauptschule unterrichten. Hier sind die Lehrer der festen Überzeugung, dass sich etwas ändern muss. Mittlerweile verbringen sie oftmals mehr als die Hälfte ihrer Zeit mit Erziehungsarbeit, statt mit der Vermittlung von Lernstoff und Bildung. Oft fühlen sich Lehrer mehr als Erzieher und Psychologen, statt als Vermittler von Wissen. Titus Dittmann sieht darin kein Problem: Als jung gebliebener, sportlicher und in Jugendarbeit engagierter, hipper Skateboard-Produzent weiß er, wie die Kids von heute ticken. Er glaubt fest daran, dass man alles erreichen kann, was man will und mit seiner positiven Energie will er seine Schüler anspornen und motivieren. [...]
@ Titus Dittmann: Falls das ernst gemeint war (wovon wohl auszugehen ist), dringend einen Therapeuten aufsuchen und an der (Selbst-)Wahrnehmung arbeiten! Ebenso dringend aufhören, mit 57 noch jung und hipp sein zu wollen! Sie sind der Inbegriff von "uncool"!
@ RTL II: Falls das ernst gemeint war (und auch davon ist wohl auszugehen), dringend Konkurrenzbetrachtungen betreiben zum Zweck der Verbesserung eigener Produktionen. Frage: Wie machen Leute authentische Dokus und Reportagen, die sich mit sowas auskennen? Empfehlung z. B.: die Reportage "Beruf Lehrer" (unlängst ausgetrahlt in der Doku-Reihe der ARD)!
@ Lehrer-Kollegium und Schüler in Karlsruhe: Weil das alles wohl ernst gemeint war: Herzliches Beileid! Und: Respekt, dass Ihr die 30 Tage mit dem Fraggle durchgehalten habt!
Ich hasse diese voyeuristische, oberflächliche Auseinandersetzung mit ernsten Themen, zu der insbesondere die Privaten (aber durchaus auch öffentlich-rechtliche Formate) so gerne neigen. Sehr durchschaubarer Quoten-Fang. Und in der wichtigen Sache in keinster Weise zielführend.
Soeben "Das Experiment - 30 Tage Lehrer an einer Hauptschule" gesehen (RTL II). Fremdschämen (für Herrn Dittmann, s. unten) pur!
Ich muss mal die RTL-II-Seite zitieren:
"[...] Ziel der Reportage ist es, das vieldiskutierte Thema „Hauptschule“ von einem ganz neuen, höchst authentischen Blickwinkel aus zu zeigen.
Das Experiment beginnt: Der 57-jährige Titus Dittmann wird als Lehrer auf Zeit die 8. Klasse einer Karlsruher Hauptschule unterrichten. Hier sind die Lehrer der festen Überzeugung, dass sich etwas ändern muss. Mittlerweile verbringen sie oftmals mehr als die Hälfte ihrer Zeit mit Erziehungsarbeit, statt mit der Vermittlung von Lernstoff und Bildung. Oft fühlen sich Lehrer mehr als Erzieher und Psychologen, statt als Vermittler von Wissen. Titus Dittmann sieht darin kein Problem: Als jung gebliebener, sportlicher und in Jugendarbeit engagierter, hipper Skateboard-Produzent weiß er, wie die Kids von heute ticken. Er glaubt fest daran, dass man alles erreichen kann, was man will und mit seiner positiven Energie will er seine Schüler anspornen und motivieren. [...]
@ Titus Dittmann: Falls das ernst gemeint war (wovon wohl auszugehen ist), dringend einen Therapeuten aufsuchen und an der (Selbst-)Wahrnehmung arbeiten! Ebenso dringend aufhören, mit 57 noch jung und hipp sein zu wollen! Sie sind der Inbegriff von "uncool"!
@ RTL II: Falls das ernst gemeint war (und auch davon ist wohl auszugehen), dringend Konkurrenzbetrachtungen betreiben zum Zweck der Verbesserung eigener Produktionen. Frage: Wie machen Leute authentische Dokus und Reportagen, die sich mit sowas auskennen? Empfehlung z. B.: die Reportage "Beruf Lehrer" (unlängst ausgetrahlt in der Doku-Reihe der ARD)!
@ Lehrer-Kollegium und Schüler in Karlsruhe: Weil das alles wohl ernst gemeint war: Herzliches Beileid! Und: Respekt, dass Ihr die 30 Tage mit dem Fraggle durchgehalten habt!
Ich hasse diese voyeuristische, oberflächliche Auseinandersetzung mit ernsten Themen, zu der insbesondere die Privaten (aber durchaus auch öffentlich-rechtliche Formate) so gerne neigen. Sehr durchschaubarer Quoten-Fang. Und in der wichtigen Sache in keinster Weise zielführend.
magic.hb - 3. Okt, 23:19
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