On my way home
Die S-Bahn nach Hause fährt aus einem anderen Gleis als üblich. Aus Gleis 6. "Aus einem Gleis" ... klingt irgendwie seltsam. Aber stimmt. Genau so sagen sie es ja auch immer durch. Die Leute hetzen rüber nach Gleis 6. Dort steht keine Bahn. Sie kommt verspätet. Umsonst gerannt.
Es ist schweinekalt, und als die Bahn mit 15-minütger Verspätung dann doch endlich einrollt, sind alle heilfroh, dass sie ins warme Abteil können. Dort wären weitere 15 Minuten, die es ohne jede Erklärung nicht weitergeht, auch gut auszuhalten - wenn, ja wenn da nicht die zwei Jugendlichen im Wagen sitzen würden, die gerade mehrere Döner und literweise Cola verspeist haben (was man unweigerlich erfährt, ob man will oder nicht) und nun einen gar lustigen Wettstreit daraus machen, gerülpste Worte zu erraten. Sonnenbankflavour, Motherfucker, Arschgesicht ... das Vokabular der Jungs ist ein spezuelles, und erstaunlich: Wenn sie rülpsen, versteht man sie quasi genauso gut bzw. schlecht wie in normal ("Weilnommal, Alda, isswieeinvollfettkrases Fremdsprach inmeinohrdrin, Alda!"). Das merken sie selber allerdings nicht.
Der heimische S-Bahnhof. Ich steige aus. Nur noch ein paar Fußminuten bis nach Hause. Unterwegs in der Fußgängerzone quatscht ein Kerl ein Mädel an:
Er: "Hi!"
Sie: "Hi!"
Er: "Was stehstn hier so rum?"
Sie: "Mir iss voll kalt, ey! Dir auch?"
Er: "Mir nicht. Ich hab ne Heizung inner Hose. Willst mal sehn?"
Lachen. Die beiden kommen ins Gespräch. Ich entferne mich weiter.
Am Kiosk um die Ecke hole ich mir noch eine Flasche Wasser. Vor mir kauft gerade derselbe Typ ein paar Dosen Hansa, der just am Morgen schon dort umhertaumelte (und vermutlich am Morgen zuvor und an dem davor ...).
Als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt, atme ich ganz tief durch. Endlich zu Hause.
Es ist schweinekalt, und als die Bahn mit 15-minütger Verspätung dann doch endlich einrollt, sind alle heilfroh, dass sie ins warme Abteil können. Dort wären weitere 15 Minuten, die es ohne jede Erklärung nicht weitergeht, auch gut auszuhalten - wenn, ja wenn da nicht die zwei Jugendlichen im Wagen sitzen würden, die gerade mehrere Döner und literweise Cola verspeist haben (was man unweigerlich erfährt, ob man will oder nicht) und nun einen gar lustigen Wettstreit daraus machen, gerülpste Worte zu erraten. Sonnenbankflavour, Motherfucker, Arschgesicht ... das Vokabular der Jungs ist ein spezuelles, und erstaunlich: Wenn sie rülpsen, versteht man sie quasi genauso gut bzw. schlecht wie in normal ("Weilnommal, Alda, isswieeinvollfettkrases Fremdsprach inmeinohrdrin, Alda!"). Das merken sie selber allerdings nicht.
Der heimische S-Bahnhof. Ich steige aus. Nur noch ein paar Fußminuten bis nach Hause. Unterwegs in der Fußgängerzone quatscht ein Kerl ein Mädel an:
Er: "Hi!"
Sie: "Hi!"
Er: "Was stehstn hier so rum?"
Sie: "Mir iss voll kalt, ey! Dir auch?"
Er: "Mir nicht. Ich hab ne Heizung inner Hose. Willst mal sehn?"
Lachen. Die beiden kommen ins Gespräch. Ich entferne mich weiter.
Am Kiosk um die Ecke hole ich mir noch eine Flasche Wasser. Vor mir kauft gerade derselbe Typ ein paar Dosen Hansa, der just am Morgen schon dort umhertaumelte (und vermutlich am Morgen zuvor und an dem davor ...).
Als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt, atme ich ganz tief durch. Endlich zu Hause.
magic.hb - 28. Jan, 19:09
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