Es reden die Gedanken insgesamt
In einem der Bücher über die Liebe schlechthin, einem meiner Lieblingsbücher, der "Vita Nova", schreibt Dante über das Gefühl des Verliebtseins:
"Es reden die Gedanken insgesamt
von Liebe, doch verschieden ist ihr Meinen.
Der rät, ich möge ihre Macht verneinen,
und jener spricht von ihrem hohen Amt.
Der bringt mir Süße, die aus Hoffnung stammt;
ein andrer wieder macht mich oftmals weinen.
Es kann nur Flehn um Mitleid sie vereinen,
doch bebt vor Furcht es, die im Herzen flammt.
Drum weiß ich nicht, was irgend mir noch nütze.
Ich möchte reden und weiß doch nicht was,
und muss an Liebeswirrnis mich gewöhnen.
Doch wenn mit allen ich mich will versöhnen,
so muss ich meine Feindin anflehn, dass
Frau Gnade mich in ihrer Huld beschütze."
Schön, oder?!
Meine eigene Dichtkunst hat leider nie auch nur annähernd so weit gereicht. Sie hat die holde Damenwelt zumeist ebenso wenig beeindruckt wie meine Kenntnis schöner Sonette von begnadeteren Schreibern wie Dante, Shakespeare oder anderen. Im Gegenteil: Dichten und Gedichte scheinen antiquiert zu sein und einen eher merkwürdigen Eindruck vom "modernen Mann" zu vermitteln.
"Es reden die Gedanken insgesamt
von Liebe, doch verschieden ist ihr Meinen.
Der rät, ich möge ihre Macht verneinen,
und jener spricht von ihrem hohen Amt.
Der bringt mir Süße, die aus Hoffnung stammt;
ein andrer wieder macht mich oftmals weinen.
Es kann nur Flehn um Mitleid sie vereinen,
doch bebt vor Furcht es, die im Herzen flammt.
Drum weiß ich nicht, was irgend mir noch nütze.
Ich möchte reden und weiß doch nicht was,
und muss an Liebeswirrnis mich gewöhnen.
Doch wenn mit allen ich mich will versöhnen,
so muss ich meine Feindin anflehn, dass
Frau Gnade mich in ihrer Huld beschütze."
Schön, oder?!
Meine eigene Dichtkunst hat leider nie auch nur annähernd so weit gereicht. Sie hat die holde Damenwelt zumeist ebenso wenig beeindruckt wie meine Kenntnis schöner Sonette von begnadeteren Schreibern wie Dante, Shakespeare oder anderen. Im Gegenteil: Dichten und Gedichte scheinen antiquiert zu sein und einen eher merkwürdigen Eindruck vom "modernen Mann" zu vermitteln.
magic.hb - 4. Sep, 21:25
5 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Steffi2001 - 5. Sep, 12:16
Dichten ist gar nicht antiquiert. Im Gegenteil. Der romantische Mann an sich ist leider mehr und mehr ausgestorben - dabei gibt es nach wie vor unendlich viele Frauen, die bei einem schönen Gedicht dahinschmelzen ... Wenn Dichtkunst aber nicht hilft ... Rosen sind noch effektiver. Oder selbstgekochte Abendessen - bei Bedarf mit nur einem winzig kleinen Schmuckstück, das stilvoll im Dessert versteckt ist ...
nessy - 5. Sep, 12:30
Da es vielen Männern an der Eloquenz mangelt, haben sie sich auf praktische Liebesbeweise verlegt: Müll runtertragen, Brötchen holen, Frau auf Händen tragen. Ist okay.
Die Art des Diners, die Steffi vorschlägt, ist natürlich ... *schaut verzückt und seufzt* ... traumhaft.
Die Art des Diners, die Steffi vorschlägt, ist natürlich ... *schaut verzückt und seufzt* ... traumhaft.
Steffi2001 - 5. Sep, 13:48
Es würde halt lediglich voraussetzen, dass man das Schmuckstück nicht mitisst .... *denk*
nessy - 5. Sep, 13:50
Wenn der Klunker groß genug ist, wird man's wohl merken. *g*
Steffi2001 - 5. Sep, 14:15
Oder auf dem Röntgenbild anschließend sehen ...

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