Menschliches

Sonntag, 24. Juni 2007

8 Fakten meines Lebens

Wieder mal ein Stöckchen bekommen. Also gut: "8 Random Facts" über mich, gegliedert in ebensoviele kleine Sinnabschnitte ...

1. Es fährt kein Zug nach Übersee

Ich bin erst einmal in meinem Leben geflogen. Vor ein paar Jahren, von Düsseldorf nach Berlin. Hängt aber nicht mit Flugangst zusammen. Eher sind mir Flughäfen zu unübersichtlich und von daher beängstigend als dass ich grundsätzlich Angst vorm Fliegen hätte. Bei längeren Strecken bin ich halt immer gefahren. Zug zum Beispiel. Weil die Zugverbindungen "nach Übersee" so schlecht sind, ergibt sich daraus zugleich, dass ich noch nie dort war.

2. Gedolmetscht und durchgefallen

Mit 17, 18 Jahren war ich verschossen in K.. Sie bereitete sich auf eine wichtige Abschlussprüfung vor und hatte gewisse Probleme mit ihrem (Schul-)Englisch und dem (Schul-)Buch, um das es in der Prüfung ging. In einem dolmetscherischen Kraftakt über mehrere Tage hinweg habe ich ihr das Werk zum besseren Verständnis ins Deutsche übersetzt. Eine Liebesgeschichte mit Aliens. Hat aber nix gebracht. Weder für K. in der Prüfung noch für mich mit K. ...

3. Them!

Ich habe als Kind Ameisen an Spinnen verfüttert. Auf dem großen Grundstück meiner Oma wohnten speziell zwischen den gelagerten Holzscheiten so viele hungrige Spinnen, dass ich mit meinem Food Service alle Hände voll zu tun hatte. Das Leid, das ich so tausendfach über die heimischen Ameisenpopulationen brachte, bezahlte ich eines Tages bitter und schmerzvoll, als ich - wie auch immer das geschehen konnte ... - mit der Hand in einem Ameisennest stecken blieb und von den kleinen Biestern dermaßen zerbissen und vergiftet wurde, dass ein Arzt kommen musste. Die Hand ist aber noch dran.

4. Die Zwei-Zentimeter-Lüge

Ich bin gar nicht 1,65 m groß, wie es in meinem Personalausweis steht, sondern nur gemessene 1,63 m. Aber 1,63 m erschien mir damals bei Beantragung des Ausweises so unglaublich klein, dass ich mich zur Rundung genötigt sah.

5. No Smoking!

Ich habe nie auch nur eine einzige Zigarette, Zigarre oder dergleichen geraucht und würde es auch nie tun. Trotzdem bin ich alles in allem tolerant gegenüber meinen nikotinabhängigen Mitmenschen.

6. Allianzen und letzte Strohhälme

Alle Welt heiratet und vermehrt sich. Falls es mir in den nächsten Jahren meines Lebens bis zum Erreichen des 40. nicht gelingen sollte, auch zu heiraten, dann werde ich K. heiraten. Nein, nicht die K. aus Punkt 2, sondern den guten Freund K. (vorausgesetzt, dieser bleibt seinerseits auch glücklos in der Liebe). So sind wir unlängst verblieben und müssen dann schauen, ob Männer einander auch heiraten können, ohne homosexuell zu sein und wie wir das mit dem eigentlich ja unerwünschten Hochzeitskuss lösen. Noch sind es 8 Jahre bis dahin, und sicherheitshalber habe ich mit der Freundin S. auch schon vorüberlegt, ob sie mich nicht heiraten will, wenn ihr Freund sie in den nächsten 7 Jahren nicht endlich ehelicht. S. denkt darüber nach.

7. In aller Herrgottsfrühe ...

Ich habe meine Fußballerkarriere bereits in der Jugend beendet, weil mir die Spiele immer entschieden zu früh angepfiffen wurden. Weil man das meinetwegen wohl nicht ändern wollte oder konnte, habe ich Konsequenzen daraus gezogen und der bevorstehenden großen nationalen und internationalen Karriere durch mein Fernbleiben eine deutliche Absage erteilt.

8. Rabenschwarze Erinnerungen

Im Rahmen von (Semester-)Ferienarbeit habe ich unter anderem mal in einer Gießerei geschuftet und dort im so genannten "Loch", unter einem Fließband, auf dem gerade frisch gegossene Metallteile befördert wurden und von dem heißer Metallsand herabregnete. Diesen musste ich in Loren schippen und anschließend wegbringen. Das "Loch" heiß so, weil es klein und eng war. Mit 1,63 m Körpergröße war man geradezu prädestiniert, dort zu arbeiten. Es gab irgendwas um die 12 D-Mark die Stunde. Abends war ich jedes Mal so eingesaut, dass das ablaufende Badewasser rabenschwarz war. Eine harte, anstrengende Arbeit. Aber auch eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weil sie mir zeigt, was ich einerseits an meinem kreativen, viel besser bezahlten Bürojob habe, und was andererseits Menschen leisten, die tagein, tagaus inne Firma anne Stanze stehen.

[Ach ja, hier noch die Stöckchen-"Spielregeln", die ich eigentlich eingangs posten sollte:

*********************************************************************
1. I have to post these rules before I give you the facts.
2. Each player starts with eight random facts/habits about themselves.
3. People who are tagged need to write their own blog about their eight things and post these rules.
4. At the end of your blog, you need to choose eight people to get tagged and list their names.
5. Don’t forget to leave them a comment telling them they’re tagged, and to read your blog.
*********************************************************************

Und wer bekommt das Stöckchen nun von mir?! Am Besten Jeder, der es sich nehmen möchte! ;-)]

Sonntag, 3. Juni 2007

Je mehr ich mich gehen lasse

Bequem im Gartenstuhl liegend, ein kühles Hopfengetränk in der rechten Hand und sich mit der linken über den von Grillwürstchen gesättigten Bauch fahrend, ließ mich der junge (Ex-)Kollege an seinen Gedankengängen darüber teilhaben, warum er noch Sngle sei.

Ja, ein kleines Bäuchsken sei mit der Zeit wohl entstanden, und vielleicht sei dieses auch ein Grund dafür, dass er noch solo sei. Andererseits, und das beruhige ihn ungemein, sei es doch so: "Je mehr ich mich gehen lasse, desto größer wird die Chance, dass die Frau, die mich will, dann auch die Richtige ist, die mich um meinetwillen nimmt und nicht irgendwelcher Äußerlichkeiten wegen!"

Hm. Mir persönlich fehlt sie bisweilen ja, diese Gabe, Allem etwas Positives abzugewinnen ...

Montag, 14. Mai 2007

Stylische Drei

Ich habe ja leider keine Kinder. Darum muss ich mich immer an den Schilderungen erfreuen (oder je nach Art der Schilderung drei Kreuze schlagen, selber noch kinderlos zu sein), die Andere mir über ihre Sprösslinge zuteil werden lassen. Zum Beispiel die Kollegin S., deren Tochter M. nunmehr drei Jahre alt ist und bereits Gespür für Klamotten und Style entwickelt.

So beklagte S. unlängst, M. würde beim Einkaufen schon ganz zielsicher immer die teuerste Kleidung ansteuern und gut finden. Trügerische kindliche Ahnungslosigkeit!

Und natürlich zieht sich die Kleine schon alleine an und lässt sich auch bei in Erwachsenenaugen vermeintlich unpassenden Zusammenstellungen nur ungern reinreden. Begründung: "Aber das passt zueinander, Mama!"

Herrlich! Und schon heute: Viel Spaß in spätestens zehn Jahren, liebe S., wenn es bei M. dann heißt: "Willkommen in der Pubertät!"

Freitag, 13. April 2007

Kindermund

Vor einigen Tagen wollte Kollegin S. ihren kleinen Sohn zur Einhaltung von Regeln gemahnen und stellte ihm die Frage: "Du weißt doch, was Regeln sind, oder?!" Antwort: "Ja: Früher sagte man dazu Befehle!"

Montag, 12. März 2007

Reflex-Antworten 2

Schon einmal habe ich in diesem Blog über die Misslichkeit von Reflex-Antworten geschrieben. Soeben ist es zu einem weiteren, in diesem Zusammenhang nennenswerten Vorfall gekommen: Ich verlasse das Kino. Draußen steht ein Bettler mit einem Becher in der Hand - der, der eigentlich immer vor dem Essener Cinemaxx steht. Er streckt mir den Becher entgegen und fragt: "Haben Sie ein wenig Kleingeld für einen Obdachlosen?!" Ich krame in meiner Hosentasche, finde dort 20 Cent und gebe diese in die Sammlung. Obdachloser: "Vielen Dank! Kommen Sie gut nach Hause!" Harry: "Dito!" Erst etwas später geht mir auf, dass der Mann sicher gerne ein echtes Zuhause hätte, die Nacht stattdessen aber wohl eher in einer Obdachlosenunterkunft verbringen muss ...

Sonntag, 28. Januar 2007

On my way home

Die S-Bahn nach Hause fährt aus einem anderen Gleis als üblich. Aus Gleis 6. "Aus einem Gleis" ... klingt irgendwie seltsam. Aber stimmt. Genau so sagen sie es ja auch immer durch. Die Leute hetzen rüber nach Gleis 6. Dort steht keine Bahn. Sie kommt verspätet. Umsonst gerannt.

Es ist schweinekalt, und als die Bahn mit 15-minütger Verspätung dann doch endlich einrollt, sind alle heilfroh, dass sie ins warme Abteil können. Dort wären weitere 15 Minuten, die es ohne jede Erklärung nicht weitergeht, auch gut auszuhalten - wenn, ja wenn da nicht die zwei Jugendlichen im Wagen sitzen würden, die gerade mehrere Döner und literweise Cola verspeist haben (was man unweigerlich erfährt, ob man will oder nicht) und nun einen gar lustigen Wettstreit daraus machen, gerülpste Worte zu erraten. Sonnenbankflavour, Motherfucker, Arschgesicht ... das Vokabular der Jungs ist ein spezuelles, und erstaunlich: Wenn sie rülpsen, versteht man sie quasi genauso gut bzw. schlecht wie in normal ("Weilnommal, Alda, isswieeinvollfettkrases Fremdsprach inmeinohrdrin, Alda!"). Das merken sie selber allerdings nicht.

Der heimische S-Bahnhof. Ich steige aus. Nur noch ein paar Fußminuten bis nach Hause. Unterwegs in der Fußgängerzone quatscht ein Kerl ein Mädel an:

Er: "Hi!"
Sie: "Hi!"
Er: "Was stehstn hier so rum?"
Sie: "Mir iss voll kalt, ey! Dir auch?"
Er: "Mir nicht. Ich hab ne Heizung inner Hose. Willst mal sehn?"

Lachen. Die beiden kommen ins Gespräch. Ich entferne mich weiter.

Am Kiosk um die Ecke hole ich mir noch eine Flasche Wasser. Vor mir kauft gerade derselbe Typ ein paar Dosen Hansa, der just am Morgen schon dort umhertaumelte (und vermutlich am Morgen zuvor und an dem davor ...).

Als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt, atme ich ganz tief durch. Endlich zu Hause.

Montag, 8. Januar 2007

Gefährlicher Sprudelkauf

Verdammte Mehrwertsteuererhöhung! Eine Flasche Orangensprudel am Kiosk um die Ecke kostet mittlerweile 1 Euro! Die Erklärung des Büdchenmanns aus Sri Lanka: "Isse wegen 19 Prozent! Kann ich nix billiger - sonst nix mehr verdienen!"

Und als ob das mit dem Luxussprudel nicht schon schlimm genug wäre, werde ich auch noch quasi verprügelt der Mehrwertsteuer wegen: Während ich so vor dem Kiosk stehe und über die Preiserhöhung lamentiere, wuselt plötzlich der circa dreijährige Spross des Inhabers um mich herum und tritt mir mehrmals gegen den Knöchel! Als eifriger Supernanny-Gucker weiß ich, dass ich mich auf Augenhöhe mit dem Kind begeben und ihm klar und deutlich sagen muss, dass das so nicht geht! (So geschehen!) Sonst geht's auf die stille Treppe!

Die Zurechtweisung des Knirpses spornt diesen jedoch nur zu neuen Handgreiflichkeiten an: Mit einem Holzstab, offenbar ein zur tödlichen Waffe zweckentfremdetes Spielzeug, schlägt er nach mir! Und alles, was Kunden und Kioskmann einfällt, ist ein Lachen und die Aussage, dass das eben der Nachwuchsinhaber sei, der keine Kritik an der Preisstruktur dulde!

Da muss echt einiges an Wiedergutmachung kommen, dass ich da noch mal meinen Sprudel kaufe! ;-)

Montag, 14. August 2006

Harry im Pech

Keine Ahnung, warum mir gerade dieses Thema gerade heute einfällt. Wohlmöglich weil (um einen von nessys erfolgreichsten Beiträgen zu zitieren, der die männlichen Mitarbeiter unseres Unternehmenes scharenweise an den Kaffeeautomaten trieb) ich ja tagtäglich in so einer Fummel-Firma arbeite.

Sei es drum. Hier ist sie nun, die Erinnerung an jene Party vor einigen Monaten, auf der Harry letztendlich so überaus sinn- und ergebnislos mit einer attraktiven Dame flirttete ...

Ein anregendes Gespräch ließ ihn zu charmanter Höchstform auflaufen. Gerade, als die Musik einsetzte, und der flirtblinde Harry sich anschickte, die Tanzfläche zu betreten, tippte ihm ein Bekannter auf die Schulter und wies auf einen folgenschweren Umstand hin:

Bekannter: "Du hast aber schon bemerkt, dass die lesbisch ist?!"
Harry: "Hahaha, schon klar ..."
Bekannter: "Doch, doch: Die da drüben ist übrigens ihre Freundin!"

"Die da drüben" war jene, die die Angeflirtete gerade eng umschlungen hielt und sie leidenschaftlich küsste ...

Okay, das war natürlich ein Indiz! Und weil Harry eben beständig ist und sich nicht quasi minütlich neu orientieren kann, hat er das mit dem Flirten dann gelassen und die Party anderweitig zu Ende gebracht.

Freitag, 7. Juli 2006

1:0 Italien

So schön können ein kleiner Versprecher und die Schlagfertigkeit des Gegenübers sein:

[Anruf beim Pizza-Mann zwecks Sammelbestellung]

Harry: "Hallo. Wir möchten bitte was zum Bestellen liefern!"
Pizza-Mann: "Okay, ich nehme eine Pizza Thunfisch mit extra viel Zwiebeln!"

;-)

1:0 Italien, würde ich sagen!

Freitag, 23. Juni 2006

Wer nicht fragt, bleibt dumm!

Dass eine Aussage oder Frage etwas blöd war, merkt man oft ja erst genau in dem Moment, in dem sie einem über die Lippen geht. So ähnlich ist es nun meinem Kollegen H. ergangen.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen dieser Tage kämpft H. daheim gegen eine Fliegen-Plage. Die kleinen Biester nerven, summen in allen Zimmern um einen herum.

Um das deutlich zu sagen: Die Wohnung von H. ist tipp-topp! Trotzdem allüberall Fliegengeschwader in der Luft!

Was tun?! Klebrige Fliegenfänger von der Decke baumeln zu lassen, ist nicht besonders schön - insbesondere dann, wenn der süßen Verlockung schon viele Fliegen auf den Leim gegangen sind. Außerdem kann man sich darin leicht verheddern.

Die chemische Keule will H. auch nicht auspacken.

Dann die Idee: Auf ins nahe gelegenes Gartencenter! Und dort - eine kompetente Gartencenter-Mitarbeiterin ganz in der Nähe - der nächste Geistesblitz:

"Haben Sie auch flsichfressende Pflanzen?"
"Aber natürlich! Schauen Sie hier ..."
"Oh, sehr schön! Wie viele Fliegen fängt so eine denn pro Tag?"
.
.
.
Die Gartencenter-Mitarbeiterin hat etwas irritiert geschaut, sich ihren Teil gedacht und H. dann aufgeklärt, dass so eine Pflanze ganz schön lange an einer Fliege zu knabbern bzw. zu verdauen hat. Bei Eintagsfliegen hat sie sozusagen ein Insekt erst dann vollständig verspeist, wenn ihr schon dessen Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel in die Fänge geraten könnte ...

Also auch keine wirklich effektive Option.

Was H. vorerst nur bleibt, ist die gute alte Fliegenklatsche!

Aktuelle Kommentare

So, da ist sie nun, die...
So, da ist sie nun, die Antwort, die belegt, dass sogar...
magic.hb - 25. Apr, 20:29
"Clark Kent ist nett,...
"Clark Kent ist nett, also ein Langweiler." Vordergründi g....
magic.hb - 22. Apr, 21:03
Gerade weil Frauen sehr...
Gerade weil Frauen sehr wohl in der Lage sind das Offensichtliche...
summerfriend - 22. Apr, 09:44

Aktueller Status

Du bist nicht angemeldet.

Besucher seit 1.7.2006

Status

Online seit 914 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 27. Apr, 14:56

Arbeitswelt
Dies und Das
Küche und Co.
Medien
Memorable Quotes
Menschliches
Movie World
Sportliches
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren