In meiner damaligen Sportredaktion haben wir eine ganze Zeit lang eine bei den Lesern und uns sehr beliebte Serie gemacht unter dem Titel "Wir trainieren mit". Ich erinnere mich an Übungseinheiten (und anschließende Sonderseiten über den Sport und die Sportler) bei Hand- und Fußballern, bei Tischtennis- und Schachspielern.
Zu "gewöhnlich"?! Na ja, ich saß auch im Motorradgespann bei der Fahrt über einen hügeligen Geländeparcours, ließ mich beim Taekwondo drillen und auf die Matte befördern und wirbelte mir beim
Nunchaku-Training (mittlerweile sind die Soft-Nunachaku, mit denen wir seinerzeit gedreht haben, in Deutschland wohl verboten) die Pinne um die Ohren. Ja, das war interessant und hat Spaß gemacht!
Dem Kollegen A. hatte es sogar so viel Spaß gemacht, dass er unlängst Ähnliches in einer anderen Redaktion machen wollte. Kurzerhand und nichts Böses ahnend, plante er dort seine eigene Mitmachaktion: beim Wrestling!
Nun ging A. an speziell diese Geschichte wohl etwas zu arglos heran. Wrestling ist nun mal kein Synchronschwimmen! Nach kurzer Zeit im Ring begrub ein massiger Wrestler A. unter sich, und der Trainingsbesuch war abrupt beendet. Prellungen und eine schwere Gehirnerschütterung waren die Folge!
Mittlerweile ist A. wieder intakt. Ist ja auch schon eine Weile her. Was bleibt, ist nur die Erinnerung und die kleine Stichelei, dass man manches auch vorhersehen kann, ohne ein Prophet zu sein. Meine Gegner beim Schachtraining hatten zum Beispiel nie Künstlernamen. Anders als der Sparringspartner von A., der seinen Namen "Bonecrusher" eben auch nicht von irgendwoher hat ...